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Familienführung
Was genau machen die da eigentlich seit Frühjahr 2021, fragen sich Passant*innen und Konzertpublikum angesichts von Baugerüsten, Brettern und Planen rund ums Konzerthaus Berlin.
Etwas sehr Sinnvolles: Unser historisches Haus und unser Verwaltungsgebäude mit den Büros werden energetisch saniert. Das soll unsere Energieeffizienz deutlich verbessern – prima für Klima und Kasse.
Bewilligt hat diese energetische Sanierung das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE). Finanziert wird sie durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin. Die Baumaßnahmen werden unter der Leitung des Berliner Immobilien Managemants durchgeführt.
Im ersten Baustellen-Clip erläutert unser Technischer Direktor Peter Laduch die Bauvorhaben am Schinkel-Bau.
Ein riesiger Schritt in die richtige Richtung sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattete Lüftungsanlagen. Sie blasen warme bzw. kalte Luft nicht einfach in die Atmosphäre. Stattdessen wird die Energie durch eine hydraulische Kopplung mit Frischluft regeneriert. Die neuen Klimaanlagen sind sparsamer, wartungsärmer und hygienischer. Diese Rückgewinnungstechnik bei der Klimatisierung unseres Hauses spart 70% Energie – insgesamt zukünftig pro Jahr 342 Tonnen Kohlendioxid.
Über 34.000 Fensterscheiben werden saniert, riesige Lüftungsgeräte und LED-Lichter eingebaut – die energetische Sanierung des Konzerthauses ist in vollem Gange.
Die Fläche unserer zahlreichen Fenster summiert sich ganz schön: 2000 Quadratmeter werden nun neu beschichtet und rund 3250 Isolierverglasungen verbaut. Die neuen Fenster vermindern den Schall, dämmen Wärme und verhindern Sonneneinstrahlung. Ob imposanter Kronleuchter im Großen Saal oder bescheidene Wandleuchte im Treppenhaus – bei uns leuchten nun alle mit LED statt mit Glühlampen.
Wenn's im Keller Pfützen gibt ... Was dagegen unternommen wird, zeigt Peter Laduch im dritten Baustellen-Clip.
Aufgrund aktuell drohender Energieknappheit entwickeln wir verschiedene Szenarien und Notfallpläne, um den Energieverbrauch weiter drosseln zu können. Dafür hat der Deutsche Bühnenverein mit der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft eine Checkliste und Handlungsempfehlungen ausgearbeitet, die wir mit dem Berliner Immobilienmanagement (BIM) abstimmen.